2. SWISS COCKTAIL OPEN

Grossartiges Get-together und ein Sieger aus Aubonne

Der Wanderpokal des SWISS COCKTAIL OPEN steht ab sofort in der Romandie. Valentin Aleksandrowicz gewinnt die grösste Cocktail-Competition der Schweiz mit seiner Eigenkreation «Le Voyage en Drakkar».

Alles steht bereit am Mittag des 2. Mai 2022. Die Halle 550, Zürich-Oerlikon beherbergt zum zweiten Mal die grösste Cocktail-Competition der Schweiz. Vieles ist gleichgeblieben, etwa das Reglement, anhand dessen sich Barkeeper für die Competition bewerben konnten. Im März wurde landauf, landab getüftelt, ausprobiert, angepasst und perfektioniert, bis die über 60 Rezepte pünktlich vor Anmeldeschluss in der BAR NEWS-Redaktion eingereicht wurden.

Die Rahmenbedingungen: Mindestens je eine Zutat von einem Schweizer Produzenten und einem internationalen Brand, die als Partner das SWISS COCKTAIL OPEN unterstützten. Und diese waren in diesem Jahr wieder zahlreich. So standen den Barkeepern die Produkte von über 70 Marken-Partnern zur Verfügung.

Neben den klassischen Mixspirituosen wie Vodka, Whisky, Brandy, Rum, Gin und Tequila/Mezcal auch spezielle Liköre, Schweizer Fruchtbrände, Aperitifs, Filler und Sirups. Pro Rezept konnte zudem eine selbst gemachte Zutat und ein Nischenprodukt eingebaut werden.

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Nach Anmeldeschluss wurden die Rezepte anonymisiert und von einer Fachjury bewertet. Besonders erfreulich in diesem Jahr: die hohe Zahl an Bewerbungen aus der Westschweiz. Die Barkeeper der 24 besten Rezepte wurden anschliessend zum grossen Finale vom 2. Mai eingeladen.

Wie im Jahr zuvor standen pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt alle 24 Finalistinnen und Finalisten auf der Matte. Im Obergeschoss stand den Finalisten erneut ein grosszügiger Vorbereitungsraum zur Verfügung, wo Säfte gepresst, Gläser poliert und die oftmals sehr aufwendigen Dekorationen vorbereitet werden konnten.

Offen für Besucher: Tischmesse und Networking-Area

Neu an der diesjährigen Durchführung war die Tatsache, dass erstmals auch Besucherinnen und Besucher dem grossen Finale beiwohnen konnten. Dies war im Vorjahr Corona-bedingt noch nicht möglich.

Doch eine Krise jagt die nächste. Events wie das SWISS COCKTAIL OPEN können zwar wieder durchgeführt werden, finden dafür nun im Schatten des unnötigen Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine statt. Als Beitrag zur Linderung des Leids im Krisengebiet hat BAR NEWS entschieden, den Erlös aus dem Ticket-Verkauf zu verdoppeln und vollumfänglich der Glückskette zu spenden.

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Sie waren rar, die Momente, in denen sich die Barszene Schweiz in den letzten Jahren persönlich austauschen konnte. Dass Nachholbedarf bestanden hatte, zeigte sich an den angeregten Diskussionen in der neu erschaffenen Networking-Area. Die 16 Aussteller, allesamt auch Partner des 2. SWISS COCKTAIL OPEN, nutzten die Gelegenheit, den Anwesenden ihre Spezialitäten zur Degustation anzubieten.

Wer mixt den besten Cocktail der Schweiz?

Die Stars des Tages waren zweifelsohne die 24 Finalistinnen und Finalisten, die vor einer Experten-Jury ihre flüssig- kulinarischen Kunstwerke präsentierten. Innerhalb von sieben Minuten mussten die Drinks zubereitet werden, wobei immer drei Barkeeper gleichzeitig antraten.

Da es für eine einzelne Person unmöglich ist, 24 Cocktails zu degustieren und zu bewerten, wurden die Juroren in zwei Jury-Gruppen eingeteilt. Jede dreiköpfige Jury-Gruppe verkostete in der ersten Runde somit je 12 Drinks. Die Jury- Gruppe A setzte sich aus Wolfgang Bogner (Tales Bar, Zürich), Sarah Madritsch (Siegerin SWISS COCKTAIL OPEN 2021) und Raymond Maurer (Kommunikationsexperte) zusammen.

Daniel Staub (Verantwortlicher On Board Consumption Beverages bei Swiss Airlines), Judy Lauber (Karel Korner, Luzern) und Thomas Blum (Agroscope) bildeten die Jury-Gruppe B. Bruno Hunkeler, Barkeeper- Urgestein, sorgte als Jury-Präsident dafür, dass die Zeitlimite eingehalten wurde und die Jury-Bewertungen ihre Gültigkeit hatten.

«Neu an der diesjährigen Durchführung war die Tatsache, dass erstmals auch Besucherinnen und Besucher dem grossen Finale beiwohnen konnten.»

Bewertet wurden in der ersten Runde Aussehen, Geschmack und Aroma. Da man davon ausgehen kann, dass die Bewertungen zwischen den beiden Jury-Gruppen leicht variieren, qualifizierten sich die jeweils besten drei Barkeeper für den zweiten Durchgang. Fürs Finale qualifizierten sich:

  • Valentin Aleksandrowicz (Njørden Restaurant, Aubonne)
  • Maurice Angst (Kreissaal Bar, Bern)
  • Fabian Baumgartner (George Bar & Grill, Zürich)
  • Benjamin Hetze (Bar am Wasser, Zürich)
  • Luca Margnini (Barrio, Fribourg)
  • Zoltan Zuggo (Verve by sven, Bad Ragaz)

Schmeckt ein Drink so gut, dass man sich gerne auch gleich noch einen zweiten zu Gemüte führt, möchte man in der Regel nicht nur den Cocktail-Namen erfahren. Im zweiten Durchgang erhielten daher alle sechs Finalisten je eine Minute Zeit, etwas zur Rezeptur, zur Inspiration oder zur Geschichte des Cocktails zu erzählen. Die Jury bestand im zweiten Durchgang denn auch aus einer Tasting- Jury und einer Storytelling-Jury.

Mit dem Drachenschiff ganz an die Spitze

Die Spannung stieg an, als Michael Zotter die Siegerehrung eröffnete. Doch bevor die Rangliste verlesen wurde, ergriff Juror Daniel Staub das Wort. Er bedankte sich bei allen Barkeepern für das grosse Engagement. Erfreut zeigt er sich ferner darüber, dass nicht nur Barkeeper aus Städten wie Zürich, Basel oder Genf anreisten, sondern auch Finalisten aus Ortschaften wie Au, Aubonne oder Kemptthal partizipierten.

«In ganzer Linie überzeugte letztendlich die Kreation «Le Voyage en Drakkar» von Valentin Aleksandrowicz.»

Die Freiheiten, die die Barkeeper bei der Entwicklung ihrer Rezepte genossen, stellt die Jury des SWISS COCKTAIL OPENS jeweils vor eine ziemlich knifflige Aufgabe. Denn der Old Fashioned-Twist muss mit dem Fizz, der bitter-herbe Aperitivo mit dem lieblichen Rosen- Drink und der Drei- mit dem Sechs-Komponenten-Cocktail verglichen werden.

In ganzer Linie überzeugte letztendlich die Kreation «Le Voyage en Drakkar» von Valentin Aleksandrowicz. Der Barkeeper aus dem Njørden Restaurant, Aubonne, wählte für seinen Drink eine Basis aus 1653 Old Barrel Rum der Distillerie Studer, Falernum d’Absinthe und Vanille- Sirup von Monin, ergänzt mit Ananassaft und frischem Limettensaft. Serviert wird der «Beste Cocktail der Schweiz 2022» auf Crushed Ice und einer Deko aus Beeren, einer dehydrierten Orange und Minze.

Le Voyage en Drakkar [1. Platz]

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von Valentin Aleksandrowicz | Njørden Restaurant, Aubonne

4 cl1653 Old Barrel Rum
2 clLe Falernum d’Absinthe
1.5 clVanille Sirup (Monin)
6 clAnanassaft
1.5 clfrischer Limettensaft

Deko: Pinke Beeren, caramelisierte Orange mit Absinthe, dehydrierte Orange, Minze

Zubereitung: Shaker

Als Sieger der grössten Cocktail-Competition des Jahres gewinnt Valentin Aleksandrowicz einen exklusiven Privatanlass bei und mit Whisky-Legende Claudio Bernasconi. Der Gründer der grössten Whisky-Bar der Welt, dem Devil’s Place im Waldhaus St. Moritz, und Besitzer einer exklusiven Whiskysammlung öffnet ihm und fünf Begleitpersonen seine Türen für einen exklusiven Blick in seine Privatsammlung mit zahlreichen Raritäten.

Weiter erhält Valentin Aleksandrowicz eine Wildcard für die Qualifikation in der Kategorie Barkeeper of the year bei den SWISS BAR AWARDS 2023 und ein doppelseitiges Porträt im Fachmagazin BAR NEWS.

Auf Rang zwei mixte sich Barkeeper Maurice Angst, aus der Kreissaal Bar, Bern und den dritten Rang erreichte Benjamin Hetze aus der Bar am Wasser, Zürich. Der Zweit- und Drittplatzierte gewinnen je einen Gutschein für eine Hotelübernachtung und ein Whisky & Dine für zwei Personen im Hotel Waldhaus in St. Moritz.

Der Cocktail hat sich längst von den fixen Strukturen der klassischen American- oder Hotel-Bar gelöst, die hierzulande hauptsächlich in grösseren Städten anzutreffen waren. Gut möglich, dass man im Jahr 2022 auch beim Hipster-Pop-up am See oder im Bergrestaurant auf exzellente Cocktails stösst. Oder eben auch im skandinavisch angehauchten Haute Cuisine-Tempel Njørden in Aubonne.

Dieser Artikel erschien in
Ausgabe 2-2022

BAR NEWS-Magazin als Einzelausgabe

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