Vermeintlich werden alle grossen Portweine aus roten Trauben hergestellt. Warum sollte man sich dann überhaupt für weisse Portweine interessieren? Weil Sie ein ähnliches Alterungspotenzial wie die roten Geschwister haben und dabei immer eine Spur eleganter wirken.

Anfang des 20. Jahrhunderts haben einzelne Portweinhersteller begonnen, Portweine aus weissen Trauben in ihr Portfolio mit aufzunehmen. Damals ein Skandal – waren Portweine bis dahin ausschliesslich aus klassischen roten Rebsorten hergestellt. Gerade die Platzhirsche reagierten heftig. Sätze wie «the first duty of Port is to be red (and the second to be drunk)» von Ernest Cockburn machten die Runde.

In einer solch traditionsbewussten Gruppe wie der der Portweinhersteller macht man keine neuen Sachen. Oder wenn, dann nur ganz langsam. Allerdings haben viele Hersteller für sich privat damals schon vermehrt weisse Portweine in Fässer abgefüllt und altern lassen, die dann als Frasqueira oder Family Reserve nur in den Privatwohnungen ausgeschenkt werden.

Für die Portweinherstellung sind insgesamt 111 Rebsorten zugelassen, 66 rote und 45 weisse. Bei den weissen Rebsorten empfiehlt das Portweininstitut unter anderem Moscatel Galego, Codega, Malvasia Fina, Rabigato, Gouveio, Viosinho und Arinto.

Bis vor rund zwanzig Jahren gab es die weissen Ports kommerziell nur als «entry level»-Portweine, meist recht süss oder sehr trocken, um dann letztere als PorTonic zu servieren (1/3 weisser, trockener Port und 2/3 Tonic, Eis und Limette).

In den 1980ern haben…


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