Von Jürgen Deibel.

Ich bin durcheinander. Die Zahl der neuen Abfüllungen jeder Destillerie und auch die Zahl der unabhängigen Bottlings nehmen ständig zu. Neue Destillerien und Abfüller schiessen wie Pilze aus dem Boden, Erstabfüllungen, Raritäten oder Einzelfassabfüllungen werden bereits zu Mondpreisen (in limitierter Edition – ist ja klar, die haben ja auch nur wenig) an den Mann gebracht.

Immer mehr Produkte aus allen Ländern der Erde kommen auf den Markt, viele davon streng limitiert (1 000 000 Flaschen ist auch eine limitierte Edition) und teilweise sogar wiederum länderspezifisch begrenzt. Ist das mittlerweile alles überhaupt noch überschaubar? Ich jedenfalls muss immer mehr Zeit aufwenden, um noch die Übersicht zu behalten, denn die Entwicklung ist rasant. Sammlerforen, Tausch- und Flaschenteilungsbörsen, Auktionen mit teilweise Fantasiepreisen für Abfüllungen, die noch vor wenigen Jahren zu «reellen» Preisen erwerbbar waren. Der Hype um japanische (asiatische) Whiskys wird jetzt abgeschwächt und ersetzt durch den Goldgräberboom der irischen und amerikanischen Craft Distiller Szenen und die immer grösser werdende Zahl der Abfüllungen heimischer, sprich kontinentaler, Whiskydestiller. Und dies sowohl als Destillerieabfüllungen (sogenannte Originalabfüllungen) wie auch durch Abfüllungen der Unabhängigen. Die Whisky- und Whiskeyszene lebt und sie wird von den Herstellern angefeuert. Oder übertreiben die Szene oder die Hersteller bereits?

Das Wiedererstarken der Irish Whiskey mit vielen Neugründungen und Erweiterungen ist beeindruckend und die Neubauten und Erweiterungen bestehender…


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 4-2016 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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