Scotch Whisky ist einer der Pioniere der heutigen Whiskywelt und es ist dem «Scotch» zu verdanken, dass wir heute so begeisterte Single Malt Whisky-Geniesser sind.

Scotch Whisky unterliegt heute strengen Regeln und ihre Anwendung wird von der SWA (Scotch Whisky Association) streng überwacht. Kein anderer Whisky der Welt, sei er auch noch so gleich hergestellt, darf sich des Namens, oder auch nur Teilen davon, bedienen. Dabei klingt seine Definition so einfach: Scotch Whisky ist ein Destillat, das in Schottland aus Getreide, Wasser und Hefe auf natürliche Weise erzeugt wird.

Doch darüber hinaus folgt die Herstellung strengen Regeln: Scotch Whisky wurde im Vereinigten Königreich (UK) durch Gesetz seit 1909 definiert und ist von der Gesetzgebung der Europäischen Union seit 1989 anerkannt.

Die derzeitige UK-Gesetzgebung, die sich speziell auf den Scotch Whisky bezieht, ist «The Scotch Whisky Act» von 1988. Die dortigen Bestimmungen, die 1990 in Kraft traten, hoben jenen Teil des Finance Act von 1969 auf. Im Sinne des Scotch Whisky Acts von 1988 ist «Scotch Whisky» ein Whisky, welcher in einer Destillerie in Schottland aus Wasser und gemälzter Gerste (der nur noch ganze Körner anderer Getreidesorten hinzugefügt werden dürfen), welche in dieser Destillerie zu Maische verarbeitet wurden, nur durch endogene Enzymsysteme in ein gärbares Substrat übergeführt wurden und nur durch die Zugabe von Hefe gegärt wurde.

Scotch Whisky ist zudem ein Destillat, welches auf einen Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Vol.-% destilliert wurde, so dass das Destillat den bei der Produktion verwendeten Ausgangsstoffen Aroma und Geschmack entzieht.

Die Lagerung erfolgt in besteuerten Lagerhäusern in Schottland in Eichenfässern mit einer Höchstkapazität von 700 l; die Reifungsdauer darf dabei drei Jahre nicht unterschreiten. Farbe, sein Aroma und seinen Geschmack bezieht Scotch Whisky von den in der Produktion und Reifung verwendeten Ausgangsmaterialen, welchem nur die Substanzen Wasser und Zuckercouleur beigefügt werden dürfen. The Scotch Whisky Act von 1988 und die EU-Gesetzgebung schreiben einen Mindestalkoholgehalt von 40 Vol.-% vor.

Wenn jemand einen Scotch verlangt, was ist damit gemeint?

Gewöhnlich denkt man dabei an einen geblendeten Scotch Whisky, d.h. eine Blend aus bis zu 50 verschiedenen schottischen Malt und Grain Whiskys. Die vielen unterschiedlichen Einzelwhiskys, die Schottland hervorbringt, gewährleisten die gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit geblendeter Markenwhiskys; jahrein, jahraus können die Hersteller auf diese Weise die typischen Züge ihrer jeweiligen Marken bewahren.

Blended Whiskys bestreiten heute 95% des in aller Welt verkauften Scotch Whiskys. Und diese Zahl zeigt eindeutig, welche Bedeutung Blended Scotch Whiskys in der Welt haben und wo das Geld verdient wird! Nicht umsonst entwickeln viele Firmen Varianten ihrer Standard Blended Scotch Whiskys und bringen diese international an den Start.

Neue Entwicklungen

Erst kürzlich wurde eine Vorschrift geändert, die besagte, dass schottischer Whisky nicht in Fässern eines anderen Destillates gereift werden darf.


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 1 | 2020 des Fachmagazins BAR NEWS.

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