Irland, USA, Japan und Taiwan.

Whisk(e)y ist «in». Das ist nichts Neues. Niemand kann sich heute mehr dem Mythos «Whisky» entziehen. Die Vielfalt ist so gross, dass es einfach erscheint, eine Karte mit den Ländern zu markieren, welche keinen Whisky oder Whiskey produzieren. In dieser kleinen Artikelserie wollen wir uns mit einigen der Whisk(e)ys dieser Welt beschäftigen und einen Blick auf deren derzeitigen Entwicklungsstand werfen.

Eines der wichtigsten Länder für die Entwicklung des Whisk(e)y ist derzeit sicher Irland. Hier soll die Herstellung ihren Anfang haben (auch wenn die Schotten dies immer wieder anzweifeln), doch war Irland lange Zeit (fast) von der Landkarte des Whisk(e)y verdrängt worden. Nur wenige Abfüllungen repräsentierten die hohe Kunst des irischen Whiskeys. Das hat sich in den vergangenen Jahren zum Besseren geändert und heute gibt es wieder mehr Vertreter der irischen Whiskey-Philosophie und deren ausgezeichneten Produkten. Wichtig war dabei sicher, dass die Iren vor wenigen Jahren die Kategorie der Single Pot Still Whiskeys für den Verbraucher (wieder) zugänglich gemacht haben.

Heute modern definiert als ein Whiskeytyp, einzigartig in der Welt, der als Basismaterial nicht ausschliesslich gemälzte Gerste, sondern gemälzte und ungemälzte Gerste miteinander verbindet. Dreifache Destillation der aus diesem Gemisch erhaltenen fermentierten Maische und anschliessende Reifung in unterschiedlichen Fässern, z. B. Sherry und Ex-Bourbon, ergeben körperreiche und interessante Whiskeys, die überraschend reich und vollmundig sind.

Gute Beispiele sind die mittlerweile bestens bekannten Redbreast, Powers John’s Lane oder Green und Yello Spot. Darüber hinaus werden nun auch wieder viele neue Destillerien in Irland gebaut (Teelings, Royal Oak, Dingle etc.), die diesen Stil neu beleben. Gerade dieser Tage wurde die erste Abfüllung dieses Stils von Teeling vorgestellt.

Doch schon zeigt sich das neue Selbstverständnis der irischen Whiskeyhersteller: Blackwater Distillers unter Peter Mulryan stellt die (berechtigte) Frage, warum es nur gemälzte und ungemälzte «Gerste» sein muss, die diesen Stil ausmacht? Sie verwenden auch andere Getreidesorten und kommen damit (wahrscheinlich) dem Ursprung des irischen Whiskeys noch ein ganzes Stück näher. Es wird spannend sein, diese Abfüllungen eines Tages zu degustieren.

Oftmals sind es bei den neuen, jungen Produzenten noch die Produkte anderer Destillerien, die für die Abfüllungen verwendet werden.

Teeling ist in den letzten Jahren, auch dank eines hervorragenden Marketings und der dazugehörigen PR, zu einem festen Bestandteil der irischen Whiskeykultur geworden. Schon heute pilgern unzählige Besucher zur Destillerie am Newmarket in Dublin, um sich dort die Herstellung des Whiskeys zeigen und vom Geschmack überzeugen zu lassen. Mit ihren ersten Abfüllungen, welche damals noch aus der alten Cooley Distillery ihres Vaters stammten, haben die Brüder Teeling sich nachhaltig in Erinnerung gebracht.

Mit dem Wiederaufbau der Tullamore Distillery (unter Führung der schottischen Firma William Grant & Sons) hat auch die Marke Tullamore Dew ein neues Image und eine grössere Vielfalt bekommen. Neue Finishes (z. B. Calvados Cask!) und eine Bandbreite von Blends zu Single Malts sind heute für die Marke wichtig. Andere Hersteller, wie z. B. die in 2016 errichtete Royal Oak Distillery von Benhard Walsh wird in Zukunft sicher noch viele neue Abfüllungen kreieren.


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 4-2019 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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