In der Zentralschweiz gibt es neben Kirsch und den klassischen Frucht- Destillaten wie Zwätschge, Pflümli und Träsch auch noch einige weitere Spezialitäten.

Viele Distillerien der Region haben einen eigenen Chrüter im Angebot. Er besteht aus Anis sowie aus Kräutern und Gewürzen, die in der Region heimisch sind. Diese werden in Ethylalkohol oder in einigen Fällen auch in Träsch (Tresterbrand aus Äpfeln und Birnen) mazeriert, destilliert und anschliessend filtriert. Auch einige landwirtschaftliche Betriebe produzieren ihren eigenen «Chrüter», den sie nach dem Rezept ihrer Vorfahren herstellen und der primär für den Eigengebrauch bestimmt ist.

Jede Distillerie hütet ihr Chrüter-Rezept, als wäre es die Kräutermischung von Appenzeller Käse. Doch einige Infos finden sich dennoch auf den Kräuter-Etiketten der verschiedenen Brennereien. Beim Schälle-Bur der Distillerie Fassbind werden neben Anis etwa Wacholder, Enzian, Waldmeister und Minze sowie verschiedene Beeren und Wurzeln genannt. Bei anderen findet man zudem Fenchelsamen, Süssholz, Nelken oder auch Orangen. Bei einigen Brennereien sind die Kräuter auf den Etiketten als Illustration abgebildet und deuten so auf deren Inhalt hin. In der Regel dominiert der Geschmack von Anis. Dies ist wohl der Hauptgrund, weshalb der Chrüter nur äusserst selten in Cocktails anzutreffen ist. Dies gilt auch für seinen Cousin aus der Romandie: Absinthe. Der Zentralschweizer Chrüter und sein Verwandter aus dem Val-de- Travers gehören sicher zur gleichen Familie, haben aber einen sehr unterschiedlichen Charakter. Der grösste Unterschied ist sicher der Einsatz von Wermut, der beim Absinthe die Hauptrolle spielt. Auch bei der Art und Weise, wie man diese Destillate konsumiert, zeigen sich grosse Unterschiede.


Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Printausgabe 2 | 2020 des Fachmagazins BAR NEWS.

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