«Gin ist in». Wie oft haben wir diesen Satz schon innerhalb der vergangenen Jahre geschrieben und innerlich doch gedacht, dass es wahrscheinlich nur ein kurzer Hype sei und keine langfristige Nachhaltigkeit in dieser Kategorie zu finden sein würde.

Viel zu einfach sei die Herstellung, viel zu viele Marken bevölkern den Markt und einzig Regionalität als Verkaufsargument sei nicht lange halt- und absetzbar.

Doch Gin lebt – immer noch. Und (fast) jeden Tag findet sich ein «neuer» Produzent (und sei es nur, dass er / sie in Lohnarbeit bei einem Brenner sein / ihr Destillat herstellen lässt) und findet sich ein weiterer Artikel zum Thema in der Presse (bis hin zur berühmt- berüchtigten «Yellow Press»).

Gin ist (noch immer) nicht auf dem absteigenden Ast der Spirituosenindustrie und die Wachstumszahlen dieses Segments in der Spirituosenvielfalt belegen dies eindrücklich: Der Umsatz pro Kopf im Markt Deutschland stieg seit 2010 von € 0,39 auf € 1,37 in 2018 an. Tendenz weiter steigend (Erwartung 2021: € 1,73).

In Deutschland hat sich der Umsatz von Gin im selben Zeitraum von € 32 Millionen (2010) auf sagenhafte € 142 Millionen (2018) entwickelt. Unterstützt vom allgemeinen Trend zu hochwertigen Spirituosen kann man heute von einer Prognose für den deutschen Gin-Markt von über € 142 Millionen bis 2021 ausgehen. In anderen europäischen Ländern oder auch Übersee ist die Entwicklung gleichlaufend.

Man sollte dennoch nicht unterschätzen, dass es bereits eine klar erkennbare Verschiebung im Gin-Markt gibt: gestartet in den grossen Metropolen steigt der Verbrauch pro Kopf heute in den Städten deutlich langsamer als auf dem Land, wo noch starkes Wachstum verzeichnet werden kann. Auch der on-trade Markt nimmt weniger stark zu wie der off-trade Markt, dessen Entwicklung den häuslichen Verbrauch dokumentiert.

Betrachtet man heute ein Gin-Regal eines gängigen Supermarktes, so kann man dort einerseits sehr kleine, nur regional Beachtung findende Marken neben den «üblichen» Verdächtigen des Gin-Marktes in oftmals sehr guter Auswahl finden. So verwundert es auch nicht, dass es ein Ziel vieler kleinerer, regionaler Marken ist, sofort ihre Produkte auf die Regale der lokalen Supermärkte zu bringen, anstatt den anstrengenden Lauf des Verkaufs durch Bars und Restaurants anzutreten.


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 2-2019 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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