Von Jürgen Deibel.

Vodka (oder Wodka) war nie «out», wie man ihm gerne voreilig attestiert hat, aber dennoch hat die Gin-Welle ihm das Leben nicht wirklich leicht gemacht. Nun, langsam, aber dafür stetig, kommt das «kleine Wasser» mit Charakter wieder zurück in den Fokus der Bartender und erhält eine (er)neue(rte) Perspektive. Doch nicht in immer mehr Neutralität besteht seine Zukunft, sondern in Charakterausprägungen bei einer trotzdem vorhandenen Reinheit des Destillates. Eine veränderte Betrachtung ist dafür erforderlich.

Wie oft hört man noch immer: «Vodka muss rein, so neutral wie nur möglich sein!»? «Reinheit = Neutralität» ist die Prämisse. Schon das ist per se falsch, denn ein reines Destillat kann auch Charakter haben. Sätze, in denen Reinheit und Neutralität gleichgestellt werden, sind also nicht korrekt. «Guter Vodka darf, ja muss, Charakter haben», sagen nicht wenige, insbesondere Produzenten der neuen Craft Distiller Szene. Sie sind oftmals Entrepreneure, Hersteller und Destillateure in Personalunion mit einem neuen, unverbrauchten und unverstellten Blick auf Aromen und Geschmack unter gleichzeitig höchstem Qualitätsanspruch. Sie sind also nicht nur «Unternehmer», sondern Charakter, eine gewisse Lebenseinstellung und die Fähigkeit, immer wieder neue Innovationen hervorzubringen zeichnet sie aus.

Damit ist aber nicht gemeint, dass nur ein Vodka dieser Hersteller den neuen Kriterien gerecht wird. Auch ein industriell hergestellter, also im grossen Massstab und mit vielen Millionen von Litern, ist zumeist ein gutes Produkt. Nur anders. Und grösser. «Rein» sind alle diese Produkte, denn sie sind sauber und ohne Verunreinigungen hergestellt, doch «neutral» sind nicht alle. Insbesondere nicht die Vodkas der neueren Generation…


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 3-2017 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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