Sein Kater heisst Avocato, sein Ziel ist eine eigene Bar, und sein Weg dorthin führt über Passion und Zielstrebigkeit. Der erst 21-jährige Maicol Pircher gewinnt bei den Swiss Bar Awards 2019 die Auszeichnung zum Best Newcomer Talent. Das bringt den gelassenen, bedachten Barkeeper nicht sichtlich aus der Fassung. Aber seine Freude ist ehrlich gross. Auch wir freuen uns mit dem jungen Barkeeper-Talent aus Meran.

Die Bewerber für den Titel Best Barkeeper Talent im Rahmen der etablierten Swiss Bar Awards müssen einige Etappen erfolgreich absolvieren, um im Final-Reigen mitmischen zu können. Einen schriftlichen Test zur Fachkompetenz, die spontane Kreation eines speziellen Themen-Cocktails sowie die Überzeugung einer als normale Gäste getarnte Inkognito-Fachjury von ihrer Fertigkeit am Arbeitsplatz. Maicol Pircher meistert dies und überzeugt auf souveräne Art. Der gebürtige Meraner setzt sich gegen seine Mitbewerber Ted Haupt und Nevil Marthaler durch und wird bei der Swiss Bar Award-Verleihung am 11. September zum Best Barkeeper Talent 2019 gekürt.

Wir treffen den jetzigen Wahl-Basler zum Interview vor Ort. Es ist sein allererstes. Nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der 21-Jährige erst seit Mai 2018 in Basel und hier im L’Atelier, seiner zweiten Barkeeper-Station, arbeitet. Bevor es ihn aus Meran und seiner Wirkungsstätte Why Not? Cocktail Lab. wegzieht, muss er sich zwischen mehreren, grenzüberschreitenden Arbeitsoptionen entscheiden. Berlin, Wien, Sidney oder Basel stehen ihm zur Wahl. «Ich hab’ mich für die nordwestliche Schweizer Stadt am Rhein entschieden und bin sehr froh darüber», schildert Maicol Pircher.

Nach Meran blickt er nicht wehmütig zurück. Zu viel Neues zu entdecken liegt auf seinem Weg. Dankbar aber erinnert er sich an seinen ersten Barchef Stefano Urru aus dem Why Not? Cocktail Lab., wo er noch am letzten Tag vor der Abreise nach Basel arbeitet: «Stefano ist eine grosse Inspiration für mich gewesen. Mit ihm zu arbeiten, war sehr interessant ». Schliesslich habe man während der Ausbildung zwar klassische Cocktailkunde, erfahre aber keine Lehre über die tatsächliche Praxis und das unendlich weite Feld der Drink-Kreationen.

Auf dieses Gebiet will er, obwohl Pircher anfangs wie manch’ andere nach der Gastronomie- oder Hotelfachausbildung das Kochfeld erobern möchte. Seine Passion für die Kombination von Spirituosen und die Variation der Zutaten gedeiht bereits in Meran und wächst sich nach der Sandoase in Basel zuletzt im L’Atélier aus.


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 5-2019 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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