Der globale Kaffeemarkt wird derzeit durch tiefe Rohstoffpreise und eine gute Kaffeeernte bestimmt. Dies schreibt CafetierSuisse, Arbeitgeber- und Branchenverband im Bereich Kaffee und individuelle Gastronomie. So sei etwa der Preis für Arabica-Kaffee im vergangenen Jahr phasenweise so tief gewesen, wie seit 14 Jahren nicht mehr. Arabica-Kaffee macht ca. 60 % des Weltmarktes aus.

Die Produzenten in den Anbauländern leiden dabei am stärksten unter dem tiefen Kaffeepreis. CafetierSuisse warnt, dass durch die Preissituation sowohl Vielfalt als auch Qualität unter Druck gelange. Dies, weil sich der Anbau nur noch für Grossproduzenten in Ländern wie Brasilien oder Vietnam lohnen könnte.

Verdoppelung der weltweiten Nachfrage bis 2050

Im längeren Zeitraum betrachtet könnte sich der Kaffee – trotz dem aktuell tiefen Weltmarktpreis – in absehbarer Zeit zum Luxusgut entwickeln. Expertinnen und Experten verweisen dabei auf Entwicklungen wie den steigenden Kaffeedurst Asiens in Kombination mit dem Bevölkerungswachstum. Zudem bedroht der Klimawandel die Ernte, da sich Schädlinge und Krankheiten wie der Kaffeekirschkäfer oder Kaffeeblattrost stärker ausbreiten werden.

Preis für Café Crème leicht gesunken

Der Schweizer Gast steht am Ende der Kaffee-Wertschöpfungskette. Für sein Café Crème muss er in der Deutschschweiz durchschnittlich CHF 0.03 weniger bezahlen. Dies geht aus einer Umfrage von CafétierSuisse hervor. Lag der Preis bei den 650 befragten Cafés, Cafeterias, Café-Bäckereien und Café-Bistros im Jahr 2018 noch bei CHF 4.25, ist er nun im Jahr 2019 bei CHF 4.22.

CafetierSuisse, Zürich
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