Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht’s auch den Schaumwein-Produzenten gut. Dies zumindest könnte man so deuten, wenn man die neuesten Zahlen aus der Champagne liest.

Rekordumsatz für Champagne…

Die Champagne kann sich auf eine stabile Nachfrage verlassen. Frankreich und UK: Die beiden historisch wichtigsten Märkte für Champagne schwächeln etwas. Die Drittstaaten springen aber in die Bresche. In Deutschland steigt der Umsatz bei leicht rückläufigem Absatz, in Österreich wachsen Absatz und Umsatz stark. Der Champagne-Gesamtverband, Comité Champagne mit Sitz in Épernay, berichtet von einem weltweiten Rekordumsatz von knapp 4,9 Mrd. Euro, davon 2,8 Mrd. im Export. Es wurden im letzten Jahr 307,3 Mio Flaschen Champagne verkauft.

Die Schweiz ist nach wie vor ein sehr wichtiger Exportmarkt mit einem Umsatz von 112,2 Mio Euro und 5,6 Mio abgesetzten Flaschen. Laut Statistik gingen die Lieferungen aus der Champagne nach Deutschland um 0,8 Prozent auf 12,3 Mio. Flaschen zurück. Der Umsatz auf dem deutschen Markt liegt dagegen mit 1,7 Prozent im Plus. Deutschland ist damit nach Absatz und Umsatz weltweit der Exportmarkt Nummer vier. Zu den am stärksten wachsenden Märkten gehört Österreich: 1,5 Mio. Flaschen sind 15,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg dort 2017 um 14,8 Prozent. Der Rekordumsatz erklärt sich durch die stark positive Umsatzentwicklung des US-Marktes (+ 8,5 Prozent), von Japan (+ 21,3 Prozent) und auch von Australien (+ 23,0 Prozent). Auch die asiatischen Märkte liegen wertmässig insgesamt mit 19,2 Prozent im Plus.

Prosecco DOC weiterhin erfolgreich

Obwohl sich der Absatz des Prosecco DOC bereits in Dimensionen befindet, in denen es nicht einfach ist, noch Wachstum zu generieren, ging es 2017 erneut – mit etwas kleineren Schritten – voran. 2016 hatte die DOC insgesamt 410,8 Mio. Flaschen ausgestossen, im letzten Jahr wurden 439,7 Mio. Flaschen abgefüllt (+ 7 Prozent). Die Ernte 2017 belief sich auf 3,2 Mio. Hektoliter. Interessant ist die Verlagerung der Produktion. 2012 waren noch 38 Prozent der Abfüllmenge Frizzante (Perlweine) und 60 Prozent Spumante, 2017 wurden nur noch 18 Prozent Frizzante und dafür 82 Prozent Spumante hergestellt. Die Exportzahlen 2017 blieben laut Pressemeldung des Konsortiums nahezu konstant. Wie schon im Vorjahr ist Grossbritannien mit 35,9 Prozent der bedeutendste internationale Markt für Prosecco, gefolgt von den USA mit 20,4 Prozent und Deutschland hält sich mit rund 12 Prozent auf dem dritten Platz.