Über 40 Jahre lang standen die sieben der siebzehn Brennhäfen à je 500 Liter in den Diensten der Destillerie der DIWISA, welche diesen Sommer ersetzt wurden. Seit Ende Juni stehen nun zwei neue glänzende Kupferhäfen mit je 3 000 Liter Fassungsvermögen in der Brennerei. Dabei wurde auf die bewährte Technik der Traditionsfirma Holstein aus der Bodensee-Region gesetzt.

Mit Ausnahme der Grösse unterscheiden sich die beiden Brennhäfen äusserlich kaum von den bisherigen Brennanlagen. Die Bauweise hat sich über all die Jahre bewährt und wird kaum verändert. Die Entwicklung bei Brennanlagen fand in den letzten Jahren in der Steuerungstechnik statt. So kann der Brennprozess mit einer viel höheren Konstanz durchgeführt werden. Dies hilft dem Brennmeister, ein noch höheres Qualitätsniveau zu erreichen. Nach wie vor braucht es aber viel Fingerspitzengefühl und eine gute Nase, um das Beste aus den verschiedenen Rohstoffen herauszuholen.

Die Investition in die neuen Brennhäfen ist auch ein Bekenntnis zur Produktion in Willisau. Der Löwenanteil der Rohstoffe, die in der Destillerie verarbeitet werden, sind nach wie vor die verschiedenen Früchte aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten.

Daneben werden aber auch neue Produkte wie Vodka, Gin oder Whisky aus regionalen Rohstoffen hergestellt. Der eigene Roggenwhisky wurde erstmals vor zwei Jahren produziert und reift im eigens dafür gebauten Lagerhaus. Da Whisky mindestens drei Jahre in Eichenfässern gelagert werden muss, kann frühestens 2020 mit dem ersten Whisky der DIWISA gerechnet werden.

Diwisa Distillerie Willisau SA, Willisau
diwisa.ch