Nachgefragt bei Kevin Mohler, tätig in der Produkteentwicklung bei Mövenpick Fine Foods in Baar.

BAR-NEWS: Mövenpick kennt man, die Brauerei Locher kennt man. Erstmals ist etwas Gemeinsames entstanden. Wie kam es dazu?

Kevin Mohler: Auf der Suche nach einem Schweizer Traditionsunternehmen, welches hochwertige Whiskys mit Leidenschaft produziert, stiess ich sehr schnell auf das Know-how der Brauerei Locher resp. Säntis Malt. Wir trafen uns also mit den Herren aus dem Appenzell. Schnell zeigte sich die Sympathie und Synergie zweier Getränke, die viele begeistern. Nach dem ersten Treffen und einigen Mails und Austausch von Ideen kam es dann zur Zusammenarbeit.

Wieso gerade die Brauerei Locher mit dem Säntis Malt? Ist da das Quellwasser aus dem Alpstein mitentscheidend?
Die «Quöllfrisch»-Brauerei ist bekannt für ihre kreativen Bier- und Whiskykreationen und zeigt sich auch gegenüber neuen Projekten immer sehr experimentierfreudig und aufgeschlossen. Ein erstes kurzes Gespräch und sie waren gleich an Bord. Nachdem erste interne Versuche mit diversen Schweizer Whiskys durchgeführt wurden, stellten wir einfach eine besondere Harmonie fest, die durch die Kombination von Cold Brew Coffee und bierfassgelagertem Whisky entstand. Gutes Wasser ist natürlich immer wichtig in unserer Branche. Sowohl beim Kaffee als auch beim Whisky. Bei Likören wird das leider zu wenig beachtet (lacht).

Cold Brew Coffee und Whisky – wie passt das zusammen?
Cold Brew, wie der Name schon andeutet, ist Kaffee, der kalt «gebrüht» resp. extrahiert wird. Seit einigen Jahren schon bekannt aus den USA und UK, findet er langsam auch in der Schweiz den Weg von der Nische / Szene auch in grössere Absatzmärkte. Cold Brew ist nicht gleich kalter Kaffee, denn durch die schonende Extraktion in kühler Atmosphäre (+/– 10 Stunden), ohne Einwirkung von Hitze und Druck wird viel weniger Bitterkeit extrahiert. Sofern der Röst- und Mahlgrad stimmt, ist Cold Brew ein toller Erfrischer in heissen Tagen. Die feinen Aromen, die man im Kaffee und Whisky wahrnehmen kann, sind nur ein Beispiel für die grossartige Analogie von Whisky und Kaffee. Whisky und Kaffee passt so gut wie Käse zu Wein. Feine Aromen von Frucht und Blüten wie auch nussige und schokoladige Noten harmonieren sehr gut.

Wo wird der Cold Brew Coffee für diesen Likör hergestellt? Welches Verfahren wird da angewendet?
Unseren frisch gemahlenen Mövenpick Kaffee «der Himmlische» liefern wir nach Appenzell, wo er nach unseren Vorgaben für jede Charge einzeln kaltgebrüht wird. Dabei wird dem Kaffee eine Kontaktzeit zu Wasser gewährt, die 10 Stunden andauert. Nach dem Extraktionsverfahren wird der Kaffee gefiltert und der Satz ausgepresst, um nichts zu verschwenden.

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JACK’S ESPRESSO MARTINI
5 cl Jack the Gull
3 cl Mövenpick Espresso
1 cl Zuckersirup oder Haselnusssirup
Deko frische Kaffeebohnen
Zubereitung Jack the Gull, Espresso und Zuckersirup im Shaker mit Eis
vereinen, 20 Sekunden kräftig shaken, in ein Martiniglas abseihen und mit den Kaffeebohnen garnieren.

An welche Zielgruppe wenden Sie sich mit diesem Produkt?
A Gentlemans Choice soll nicht etwa heissen, dass nur Männer des edlen Segmentes Jack the Gull geniessen können. Denn ein Gentleman weiss, wie er eine Frau verwöhnen kann und mit diesem Spirit sammelt jeder gute Punkte. Jack the Gull wendet sich an experimentierfreudige Personen, die nicht nur Single Malt trinken möchten, sondern das Kombinieren lieben. Von Jung bis Alt.

Wo und wann wird Jack the Gull konsumiert / eingesetzt?
Jack the Gull kann in vielen Situationen konsumiert werden. So kann zum Beispiel ein leckeres Dessert mit dem Likör verfeinert werden. Nach dem Essen pur als Digestiv genossen oder in der Bar / Club als Drink konsumiert werden. Ob Whisky Enthusiasten, Kaffeeliebhaber, Barkeeper oder Köche, die Verwendungsmöglichkeiten für diverse kulinarische Kreationen wurden sehr schnell erkannt und geschätzt. Gerade auch im Barbereich sehen wir viele attraktive Einsatzmöglichkeiten.

Woher stammt eigentlich dieser Name?
Jean-Jacques de Gullférie-Viège so heisst die nette Möwe mit vollem Namen, ist seit einiger Zeit auf Reisen und hat schon vieles erlebt. Der Sage zufolge wollte er nach einer Bekanntschaft mit einer Bratschistin konsequent nur noch Jack genannt werden. Man munkelt, er wollte so die Aufmerksamkeit von Jack the Ripper nutzen, um diese auf sich zu lenken. Die ganze Sage findet man auf der Webseite jackthegull.com

Wie wird das Produkt in der Schweiz distribuiert?
Zu Beginn nur in unseren Mövenpick-Weinkellern erhältlich, haben wir die Distribution seit Kurzem voll und ganz der Brauerei Locher AG übertragen, die mit ihren Bieren und Whiskys auf ein nationales Vertriebsnetz zurückgreifen kann.

jackthegull.com