Mitte Mai war es soweit. Joe und Daniel Schofield, das zur Zeit sicher angesagteste Bruderduo aus Manchester, waren auf Einladung von Christian Heiss, dem Barchef der Kronenhalle, zu Besuch in Zürich.
Hier waren sie an einem Abend auch hinter der Bar zu einem Gast Bartending und zelebrierten die Cocktailkultur, so wie sie es in England, Frankreich, Australien und Singapur schon vielfach gemacht haben. Für die Gäste ein ganz besonderes Genusserlebnis.

BAR-NEWS wollte von Joe und Daniel mehr wissen zur internationalen Barkultur und wollte etwas über die Zukunftsplanung dieser Zwei erfahren. Man nutzte die Möglichkeit zu einem ausführlichen Interview. Wir wünschen gute Unterhaltung! (Redaktion BAR-NEWS)

Noch in diesem Jahr eröffnet ihr beide die Schofield’s Bar in Manchester. War es immer schon ein Ziel von euch, gemeinsam eine Bar zu eröffnen?
Ja, ich denke das war es. Zumindest seit wir uns seriöser mit dem Bartender-Beruf auseinandersetzen. Wir haben beide eine ähnliche Ausbildung in verschiedenen Hotels und Bars auf der ganzen Welt genossen. Obwohl wir doch an sehr unterschiedlichen Orten gearbeitet haben, hatten wir immer eine ähnliche Vision, wie unsere eigene Bar in Zukunft sein soll.

Daniel: Ich habe mich in Nordengland in Bars verliebt, als ich mit diesem Beruf angefangen habe. Es begann in Leeds, in der Jake’s Bar und von dort ging es nach Manchester in eine Tiki Bar. Dann folgte das Little Red Door in Paris und schliesslich 69 Colebrooke Row und Coupette, bei letzterer war ich Barmanager Assistent für die Eröffnung. Ich habe also mit meinen jungen 28 Jahren schon einiges gesehen.

Joe: Auch ich habe nach ein paar Pubs in der Jake’s Bar und ebenfalls in der Tiki Bar in Manchester gearbeitet, anschliessend ging es für mich nach Australien, dort unter anderem ins Palmer & Co. Von dort aus wechselte ich nach London ins Zetter Townhouse und anschliessend in die American Bar im Savoy. Danach zog es mich wieder in den Osten und ich wurde Barchef im Tippling Club in Singapur.

Die Bar-Welt ist sehr schnelllebig, Barkeeper kommen und gehen, Bars öffnen und schliessen und auch ihr beide habt ein langes Resümee. Bedeutet das «Schofield’s» für euch nun «settling down»?
Das ist eine schwierige Frage. Obwohl Manchester unser Zuhause ist, weiss man nicht, was um die Ecke ist. Wir haben eine grosse Chance bekommen, aber ich denke, es ist noch zu früh, um von «settling down» zu sprechen. Man muss immer offen für Neues sein, aber die ganze Energie fliesst momentan in dieses Projekt, was sehr spannend ist. Nordengland hat ein grosses Gastfreundschaftsherz und darum ist der Ort genau richtig für uns und eine neue Bar.

Es gibt noch nicht viele Informationen über eure neue Bar. Wie weit seid ihr schon mit den Vorbereitungen? Könnt ihr schon etwas über das Konzept verraten? Angebot / Spezialitäten?
Leider können und wollen wir nicht darüber sprechen. Wir haben den Bericht über die neue Bar jemandem exklusiv versprochen.

Welche fünf wichtigsten Dinge müssen erfüllt sein, wenn man sich mit dem Thema «eigene Bar eröffnen» auseinandersetzt?

  • Gastfreundschaft ist mit Abstand das Wichtigste. Die Cocktails stehen nicht an erster Stelle. Service, Musik und Atmosphäre bilden wichtigere Standbeine als die Drinks.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 3-2019 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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