Am Samstag, 12. November hatten 42 Brennereien aus allen Regionen der Schweiz ihre Tore geöffnet und dem Publikum ihr Handwerk gezeigt. Die Besucher konnten den Brennern über die Schultern schauen und dabei erleben, wie edelste Brände und weitere Innovationen entstehen.

Wenn die Schweiz brennt, strömen die Menschen in Scharen in die Brennereien und lassen sich von einem altehrwürdigen Handwerk begeistern. Das Publikum konnte hautnah erleben, wie edelste Schweizer Brände entstehen und gleichzeitig kulinarische Köstlichkeiten geniessen. Ob Treberwürste, Kirschnudeln, Braten aus dem Brennhafen, Kirschfondue oder Schokoladenspezialitäten, die Angebote waren vielseitig und einzigartig. Der Schweizer Obstverband und der Schweizer Spirituosenverband führten den Anlass zusammen mit den Schweizer Brennereien zum zweiten Mal durch.

BAR-NEWS machte eine Tour rund um die Rigi und einen Abstecher nach Willisau. Das Angebot war sehr vielseitig und die Besucher konnten hautnah erleben, das Brennen eben ein wirkliches Handwerk ist, welches weiter aktiv gepflegt werden sollte.

Brennen hat Tradition – auf zu neuen Innovationen

Seit Jahrhunderten werden in der Schweiz in gewerblichen Betrieben und auf Bauernhöfen Destillate gebrannt. Die Kultur des Brennens hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Was im Volksmund früher meist einfach nur Schnaps genannt wurde, ist in Tat und Wahrheit heute ein edles Kunstwerk, ein Edelbrand eben.

Die Marktposition des Fruchtbrandes hat sich aber innerhalb der letzten 20 Jahre stark verändert. Und so ist es spannend mitzuerleben, wie viele Brennereien sich der neuen Zeit nicht verschliessen und sehr innovativ sind, indem sie die neuen Marktbedürfnisse in ihr Handwerk einfliessen lassen. So konnte beobachtet werden, wie viele «Urtümliche Brennereien» heute Gin in den vielfältigsten Varianten produzieren, Fässer mit Whisky lagern und neue Ideen laufend umgesetzt werden.

Auch 2017 «brennt» die Schweiz wieder

Die Aktion wird in den kommenden Jahren wiederholt. Ziel ist es, dass der zweite Samstag im November zu einem festen Wert in der Agenda der genussorientierten Menschen und Spirituoseninteressierten wird.