Am Freitagabend, 29. April 2016, am Tag des Schweizer Bieres fand in Zürich das traditionelle Ordensfest «ad gloriam cerevisiae» (zum Ruhme des Bieres) statt. Vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur wurde dem bekannten Sänger Baschi der goldene Bierorden durch den Schweizer Brauerei-Verband verliehen.

Baschi nahm den goldenen Bierorden mit sichtlichem Stolz entgegen. Dieser wurde ihm in feierlichem Rahmen vor über 200 geladenen Gästen und Ordensträgerinnen und Ordensträgern durch den Schweizer Brauerei-Verband verliehen. Für die Ordens-Vorsteherschaft, welcher neben Dr. Markus Zemp (Präsident Schweizer Brauerei-Verband) auch Spitzenköchin und Inhaberin des Restaurants Le Chef Meta Hiltebrand, Casimir Platzer (Präsident GastroSuisse) und Anton Glanzmann (Mitbegründer des Ordens anno 1972) angehören, war die Wahl zugunsten von Baschi unbestritten. «Mit Baschi wird eine Persönlichkeit ausgezeichnet, welche authentisch und vielseitig ist, genau wie das Schweizer Bier», erklärte Dr. Markus Zemp den Entscheid der Vorsteherschaft. Baschi tritt somit die Nachfolge von Schauspielerin und Moderatorin Kiki Maeder an, welcher der Orden 2015 verliehen wurde.

Beherzter Fassanstich für einen schönen Sommer

Dem neuen Ordensträger obliegt traditionell die Aufgabe, mit dem Fassanstich die bierige Saison offiziell zu eröffnen. «Ich habe noch nie ein solch grosses Bierfass angestochen, ich denke aber, dass ich diese Aufgabe gut gemeistert habe», resümierte Baschi seinen beherzten Einsatz. Mit ihm hoffen nun die Schweizer Brauer auf einen schönen Sommer und ein gutes Abschneiden der Schweizer Fussballnationalmannschaft an der Europameisterschaft in Frankreich. Mit dem Einspielen der «zweiten Schweizer Nationalhymne» «Bring en hei» wurde denn auch die Vorfreude auf diesen fussballerischen Megaevent im Saal angeheizt.

Lernende brauen das Bier zum Tag des Schweizer Bieres

Ein weiterer Höhepunkt des Abends bildete die Vorstellung des speziell für diesen Tag gebrauten Bieres durch die Lernenden im 3. Lehrjahr. Im Rahmen ihrer Ausbildung zum Lebensmitteltechnologen mit Schwerpunkt Bier (Bierbrauer) haben sie die Rezeptur zu einem dunklen Bockbier gemeinsam entwickelt, dieses gebraut und abgefüllt.

Nachgefragt – Prominente Stimmen zum Thema Bier

Baschi – Sänger und goldener Bierordensträger 2016

Was bedeutet Ihnen Bier?
Ich kann selber kein Bier brauen, aber mich fasziniert und interessiert das Thema. Man assoziiert Alkohol mit Gewalt und Aggressivität, aber es ist auch ein wunderbares Mittel, um Leute zusammenzubringen und eine gute Zeit zu haben. Mit einem Bier sind alle gleich, auch ein Bundesrat.

Was bedeutet Ihnen der goldene Bierorden?
Ich war vor dem Anlass recht nervös. Aber ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dass ich diesen Orden erhalten habe. Für mich und auch den Veranstalter ist es wichtig, dass man die Tradition des Bierbrauens aufrechterhält.

Bei welchen Gelegenheiten trinken Sie Bier?
Bei mir als Musiker gibt es ein paar Gelegenheiten. Wenn man einen guten Song gemacht hat, ein tolles Konzert gegeben hat. Oder an einem FCB-Match. Es gehört zu einem Fest, zu einem Anlass, zu Emotionen. Trotzdem ist es auch wichtig, Respekt und einen guten Umgang damit zu haben.

Was ist Ihr Lieblings-Bier?
Grundsätzlich ist mein Lieblingsbier das Bier, an dessen Ort ich gerade bin und welches zu diesem Ort passt.

Bundesrat Ueli Maurer – Bierordensträger 2013

Was denken sie, wenn Sie das Wort Bier hören?
Bier ist für mich hauptsächlich der Ausdruck von Geselligkeit und Kameradschaft. Es löscht natürlich auch den Durst. Aber es ist auch eine Brücke zu anderen Menschen, welche gleich denken.

Ist Bier für Sie ein Kulturgut?
Ja, ganz eindeutig. Es beschreibt ganz viel von unserer Gesellschaft und Kultur. Wie es entstanden ist, wie es gewachsen ist, wie wir damit umgehen. Es ist während Generationen völkerverbindend gewesen. Ein Produkt, das die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten zusammengebracht hat.

Zu welchen Gelegenheiten trinken Sie Bier?
Bei Kollegen, wenn man sich trifft. Oder bei Jasskreisen. Bei mir hat es immer eines im Kühlschrank. Nach dem Feierabend, Beine hochlagern und ein Bier geniessen – das ist einfach etwas Schönes.

Haben Sie ein Lieblingsbier?
Eigentlich nicht. Ich profitiere von der Vielfalt des Angebots. Wenn ich wieder mal etwas sehe, dann probiere ich es aus und jedes hat auf seine Art seinen Charakter. Es ist sicher von Vorteil, wenn man immer wieder Neues ausprobiert. Es gibt so viele feine Sachen, die in den letzten Jahren entstanden sind.