Um das Tee, das Bullseye des Curlings, bildet sich ein Kreis. Wie kann man das Spiel noch kehren? Mit einem präzis platzierten roten Stein, der den weissen aus dem House bringt – so die Strategie der Barkeeper, die den letzten Stein dieses Ends abgeben können. Die Spielerinnen und Spieler begeben sich auf ihre Positionen auf einem der drei Rinks der Sporting Park Engelberg.

Schon zum 14. Mal traf sich die Barszene Schweiz zum gemeinsamen Curling Event. Acht Teams traten Ende Januar an einem sonnigen Montag gegeneinander an, darunter das Titelverteidiger-Team «Nicolas Feuillate», welches schon zwei Mal in Folge den begehrten Wanderpokal mit sich nach Hause nehmen durfte. Neu auf dem Eis waren die Barteams, die an den SWISS BAR AWARDS die Kategorien Best Bar Menue und Best Newcomer Bar gewonnen haben: Die aus Basel angereisten Barkeeper des Werk 8 und des Soho.

Vor den ersten Steinabgaben trafen sich die Spieler zur Stärkung im Restaurant zu einer warmen Suppe mit Wurst und Brot. Nach einem kurzen Briefing, in dem das durchaus komplexe Regelwerk den Teilnehmenden erläutert wurde, begaben sich die Curlerinnen und Curler mit ihren rutschfesten Schuhen aufs Glatteis.

Amateure haben den Dreh raus
Mit viel Gefühl und konzentrierten Blicken versuchten die Teams ihre Gegner zu besiegen. Falls die erste Abgabe mal zu schwach, zu stark oder sonst missglückte, hatte man immer noch die Gelegenheit es bei der nächsten gut zu machen. Schlussendlich zählen aber nur jene Steine, die am Schluss im Zentrum sind, verständlicherweise stieg die Spannung jeweils gegen Ende der Ends. Mit Elan wurde gerufen, gewischt und mitgefiebert. Fairplay und Spass standen aber stets im Zentrum.

Jedes Team hatte vier Gelegenheiten sich zu bewähren und nach einigen Steinen hatten auch diejenigen den Dreh raus, die noch nie auf einem Rink standen. Sah es nach zwei Ends schlecht für ein Team aus, konnten die Curler nicht selten durch einen genialen letzten Stein das Spiel trotzdem noch für sich entscheiden. Erst bei den allerletzten Steinen wurde klar, dass der diesjährige Gewinner «La Curva & Rütli» heissen würde.

Gemütliches Ausklingen am Ende der Welt
Nach fünf Stunden auf dem Eis begann der weniger physische Teil des Anlasses. Beim Apéro im Restaurant der Curling-Halle wurden die spannendsten Spielzüge noch einmal analysiert. Angestossen wurde mit Champagner, der von «Nicolas Feuillatte» gesponsert wurde. Nach einem oder auch zwei Gläsern begaben sich die Spielerinnen und Spieler aus dem Dorfkern heraus und fuhren ans Ende der Welt. In der urchigen vier Wänden des Restaurants «Ende der Welt» warteten bereits köstliche Älplermagronen.

Nach dem Hauptgang stieg die Spannung im Saal. Der Veranstalter Ruedi Zotter (Herausgeber BAR-NEWS) verkündete die Ränge in umgekehrter Reihenfolge und da mehrere Teams die gleiche Anzahl Punkte hatten, fiel das Resultat äusserst knapp aus. Auf das Podest schafften es neben dem Siegerteam «La Curva & Rütli» das «Swiss Chalet» aus Merlischachen und das Team «BAR-NEWS Mixed».

Wildcard 2019
Die «X-Widder» Barkeeper, die in den letzten beiden Jahren als letztplatziertes Team die CURLING TROPHY beendeten, erreichten dank zwei von vier Siegen den guten fünften Rang. Trotz zwei gewonnen Ends schaffte es «Soho Basel» nicht, ein Spiel für sich zu entscheiden und durfte als achtplatzierter die Wildcard entgegennehmen. Mit der Wildcard ist die Aufforderung zum Training verbunden und natürlich darf das «Soho Basel» nächstes Jahr kostenlos an der 15. BARKEEPER ON ICE – CURLING TROPHY teilnehmen können. Das Datum ist auch schon fix: Montag, 28. Januar 2019 – Engelberg.

Rangliste

Rang Team Steine Ends Punkte
1 La Curva & Rütli, Andermatt/Brunnen 19 9 6
2 Swiss-Chalet, Merlischachen 16 8 6
3 BAR-NEWS Mixed, Stans 9 6 6
4 Hinz & Kunz, Basel 17 7 4
5 X-Widder, Zürich 10 6 4
6 Nicolas Feuillatte, Regensdorf 10 4 4
7 Werk 8, Basel 6 3 2
8 SOHO, Basel 2 2 0