Bier. Aber Besser.

Alle reden davon. Aber was ist dieses Craft Beer? Wie schmeckt es? Wer trinkt’s – und warum? Über einen Trend, der keiner ist, mutige Brauer und mündige Biertrinker. «Ein Bier, bitte», ist ein  wunderschöner Satz. Er klingt nach Feierabend und nach Männerfreundschaft, nach coolen Mädels und alles easy. Mit ihm fangen grosse Abende an und enden die besten Nächte. Aber: Schon  bald wird er uns nicht mehr weit bringen. Zumindest wer eigentlich «ein gutes Bier, bitte» will, der müsste etwas konkreter werden: Pale Ale? IPA? Porter, Tripel, Stout? Was fassgereiftes?  Belgische Hefe, doppelt vergoren, dreifach gehopft? Welches Bier genau darf es denn sein? Was für ein Craft Beer hätten’s denn gerne?

Da war es, das Stichwort: Craft Beer. Seit zwei, drei Jahren wabert der Begriff durch die Bar- und Gastroszene, viel hin und her und Getuschel, was das denn sei, wie’s schmeckt und ob’s wirklich  kommt – und nun ist Craft Beer hier. Überall. Etliche neue, kleine Brauereien und ein paar grosse Alte brauen Biere, die anders sind, als das, was wir bisher getrunken haben, komplexer, aromatischer und vielfältiger. Sie lassen alte Bierstile wieder aufleben und wagen sich an neue Sorten, investieren in Rohstoffe und experimentieren mit Zutaten. Herauskommen Biere, die nach  Grapefruit riechen, wie Kaffee schmecken oder 12 Prozent Alkohol haben. Biere, deren enorme Bittere den Gaumen trocken werden lässt oder die so sauer sind, dass man sie nur in kleinen  Schlucken trinken mag. Extreme Biere, aber auch ungemein süffige Sachen, fruchtig, frisch, schlichtweg lecker, Biere für Nicht-Biertrinker und Biere für Leute, die meinen, sich in Sachen Bier  auszukennen – trinken sie doch jeden Abend eins – und die dann doch ins Staunen geraten.

Craft Beer polarisiert, es gibt Leute, denen diese Biere zu krass sind, die sie ungeniessbar finden, den Bohei drumherum verabscheuen und die nicht bereit sind, mehr Geld für Bier zu bezahlen als bisher. Es gibt aber auch immer mehr Menschen, die sich für den aussergewöhnlichen Geschmack begeistern, die die Geschichten hinter Craft Beer mögen und die eigenwilligen Brauer der  aussergewöhnlichen Biere verehren. Und die zahlen auch anstandslos Premiumpreise für Premiumprodukte. Ohne Frage ist das, was gerade auf dem Biermarkt passiert, kein Trend, kein Hype, kein Craze. Es ist ein Paukenschlag, der die Bierindustrie verändert. Craft Beer ist gekommen, um zu bleiben…


Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 3-2015 des Fachmagazins BAR-NEWS.

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